
Jan-Christian Dreesen zu Gast an der 鶹ý Law School
Jan-Christian Dreesen, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der FC Bayern München AG, hielt einen Vortrag an der 鶹ý Law School zum “Führen im dynamischen Umfeld”

Corona, flexible Arbeitszeitmodelle, zunehmende Internationalisierung, volatile Mrkte und partizipative Führung sind nur einige Themen, bei denen klassische Hierarchien und zentrale Entscheidungsgremien an ihre Grenzen stoßen. Um den Studierenden des Studiengangs Master in Business for Legal Professionals die Praxis aus Führungssicht nher zu bringen, besuchte die 鶹ý Law School am 16. November 2022 Jan-Christian Dreesen, der seit Februar 2013 dem Vorstand des FC Bayern angehört und seit Februar 2014 als stellvertretender Vorstandsvorsitzende der FC Bayern München AG fungiert.
Als Gastredner in der von Prof. Dr. Ralph Tunder konzipierten Vorlesungsreihe "Leadership" ging er auf die Führungspraxis ein – und insbesondere auf deren Wandlung in den letzten 10 Jahren. Dabei beleuchtete er, wie sich die Corona-Pandemie, neue Markttrends, aber auch die Internationalisierung auf die Vereinsttigkeiten auswirkten und vor welche Herausforderungen die Führungsetage des FC Bayern wiederholt gestellt wurde.
Herr Dreesen beschrieb, wie der FC Bayern durch die Corona-Pandemie navigierte, trotz entgangener Ticket-Verkufe umsatzstark blieb, mit seinen Werbepartnern in teils komplexe Verhandlungen ging, aber auch das Home Office etablierte – bei sich sehr stark unterscheidenden Corona-Maßnahmen weltweit, je nach Land. Dabei zeigte er auf, dass viele Einflüsse der Pandemie und der mit ihr verbundenen Entscheidungen da sind, um zu bleiben: größerer Wunsch nach Home Office seitens der Angestellten, Stadion-Fans, die Alternativen für sich entdecken, digitaler Push, etc.
Den Studierenden wurde dabei nicht nur nher gebracht, wie die Führung mit diesen Vernderungen umging, sondern auch, auf welche Markttrends man sich als Führungsperson heutzutage einstellen muss. Aus Sicht des FC Bayern sind das beispielsweise der zunehmende Wettbewerb und die Aufmerksamkeit der Fans, der vernderte Sport- und Fußballkonsum, bei dem Wert auf Highlights gelegt wird, der Wandel des Fanwesens insbesondere international weg von der Identifikation mit dem Verein hin zu der Identifikation mit dem Spieler und der damit verbundenen abnehmenden Vereinstreue, die Technologisierung und Konnektivitt, die Verschiebung der gesellschaftlichen Verordnung des Fußballs, aber auch der Wandel der Erwartungen von Mitarbeiter:innen. Whrend es früher die Ausnahme war, nach drei bis vier Jahren den Job zu wechseln, wird es heute zunehmend zum Standard.
Der FC Bayern verfolgt eine globale Strategie. Das bedeutet auch, sich stets auf andere Kulturen einzustellen, diese zu akzeptieren und zu respektieren, aber auch zu lernen, wie in anderen Lndern, fern von Europa, Wert geschaffen und eine Fan-Basis aufgebaut werden kann.
Herr Dreesen betonte die Wichtigkeit davon, Mitarbeiter:innen Vertrauen und Mut zu schenken, denn nur so könnten diese auch Vertrauen in die Führungskraft entwickeln. Eine offene Fehlerkultur und das Fördern eines auf Ehrlichkeit basierten Austausches sind hierbei von großer Bedeutung. Den Akzent legte er auf den coachenden Führungsstil, bei dem man seine Mitarbeiter:innen dazu befhigt, eigene Lösungswege zu finden. Verlsslichkeit und Berechenbarkeit seien in dynamischen Branchen essentiell. Auf Dauer sollten damit Teams geschaffen werden, die schnellen und hufigen Vernderungen gewachsen sind, sich stetig weiterentwickeln und so zum Erfolg des Unternehmens beitragen.
Wir danken Herrn Jan-Christian Dreesen herzlich für seinen Gastbeitrag.







