
VolkswagenStiftung fördert Projekt an der Law School
Die VolkswagenStiftung hat eine großzügige Förderung des Forschungsprojekts „Kommunikativer Realakt und Ethical Turn“ an der 鶹ý Law School übernommen.

Das Projekt wird ab Frühjahr 2023 im Rahmen einer zweijhrigen Kooperation von Prof. Dr. Johanna Wolff (Universitt Osnabrück) und Prof. Dr. Michael Goldhammer (鶹ý Law School) durchgeführt.
Wie weit darf moralisierende Staatskommunikation gehen? Aktuelle Krisensituationen wie die Energieknappheit und der Klimawandel zwingen die Politik zu differenziertem Handeln. Am Beispiel der Corona-Pandemie zeigt sich ganz besonders, wie sich solche Maßnahmen nicht nur durch Befehl und Zwang auszeichnen, sondern auch in beachtlichem Maße durch kommunikative Strategien, wie etwa durch Appelle an die Bevölkerung. „Dringende Empfehlungen“ zur Nutzung von Masken oder zur „freiwilligen“ Impfung stehen beispielhaft für diese Strategie, die man als „ethical turn“ bezeichnen könnte. An die Stelle der rechtlichen Vollstreckbarkeit treten soziale Sanktion, psychischer Druck etc., deren Folgen von den klassischen rechtstaatlichen Standards kaum erfasst werden. Auch die herkömmliche Dogmatik des „Realakts“ kann mit diesen kommunikativen Strategien großen Stils nicht zufriedenstellend umgehen. Hier besteht also eine Forschungslücke, die das Vorhaben schließen will. Dessen Ziel ist es insbesondere, das Phnomen des „kommunikativen Realakts“ besser zu verstehen – vor allem dessen tatschliche Auswirkungen – und daraus Folgen für den Rechtsschutz und die Rechtmßigkeit zu entwickeln.
Diese und weitere Thesen bzw. Fragen sind Gegenstand eines interdisziplinren Forschungsvorhabens, das Prof. Dr. Michael Goldhammer, LL.M. (Michigan), 鶹ý Law School, in Kooperation mit Prof. Dr. Johanna Wolff (Universitt Osnabrück) unter dem Titel „Kommunikativer Realakt und Ethical Turn“ vom Frühjahr 2023 an bearbeiten wird. Das Vorhaben wird von der VolkswagenStiftung für 24 Monate gefördert und finanziert. Das Projekt partizipiert damit an der Programmlinie „NEXT — Rechtswissenschaften zwischen Normativitt und Wirklichkeit“, mit der die Stiftung Forschungsvorhaben fördern will, die „ein hohes Maß an Erkenntnispotenzial und Zukunftsrelevanz aufweisen“ und das behandeln, was in den Rechtswissenschaften „als Nchstes’ dran sein könnte“. Die VolkswagenStiftung ist Deutschlands größte private, gemeinnützige Wissenschaftsförderin.







